Offene Ringe

Wellensittiche, die in normalen Haushalten leben, tragen für gewöhnlich offene Ringe.

Sie sind immer silberfarben und tragen eine Nummern- und Buchstabenkombination, die es z. B. dem Suchdienst des ZZF ermöglicht, den Züchter ausfindig zu machen.
Offiziell sind diese Ringe gegen Vorlage der Zuchtgenehmigung und einer geringen Gebühr unter folgender Adresse erhältlich:

Wirtschaftsgemeinschaft zoologischer Fachbetriebe
Ringstelle
Postfach 6164
65051 Wiesbaden
Fax: 0611/447553-33
E-Mail: ringstelle@zzf.de

Die offenen Ringe sind immer silberfarben und es sind Nummern und Buchstaben darin eingestanzt. Ein *Z*, dann das Kürzel für das Bundesland, z. B. *R* für Rheinland-Pfalz und eine mehrstellige Ziffer:

Züchter bleiben bei offenen Ringen anonym, jedoch können bestimmte Ämter anhand der Nummer herausfinden, von welchem Züchter ein Vogel ist. Dies ist z. B. bei einem Krankheitsfall wie Psittakose sehr wichtig.

Offene (silberne) Ringe sind ursprünglich nicht ringförmig, sondern müssen mit einer Zange um den Fuß eines Sittichs gebogen werden. Da sie offen sind, können sie Jungvögeln, als auch Altvögeln angelegt werden und haben immer einen kleinen sichtbaren Spalt zwischen den zusammen gebogenen Enden.

Vogelzüchter, die regelmäßig an einer Vogelausstellung teilnehmen, gehören einem Verband an und sind verpflichtet, andere Ringe zu verwenden, die nur Jungvögeln angelegt werden können. So soll verhindert werden, dass zugekaufte Altvögel als ihre eigenen Nachzuchten ausgegeben werden, wenn sie auf Ausstellungen oder Wettbewerben teilnehmen.

 

 

Geschlossene Ringe

Geschlossene Ringe sind in ihrem Urzustand ringförmig und müssen nicht mit einer Ringzange um den Fuß des Vogels gebogen werden. Sie werden beim Jungvogel über den Fuß gezogen und können nur innerhalb von wenigen Tagen angelegt werden, da sie eine bestimmte Innengröße haben.
Wellensittiche, die solche Ringe tragen, sind meist von einem Vogelzüchter, der oft an Ausstellungen und Wettbewerben teilnimmt.
Diese Ringe werden von der Vereinigung für Artenschutz, Vogelhaltung und Vogelzucht (AZ) e. V. ausgegeben. Wie bereits erwähnt (offene Ringe),  soll verhindert werden,  dass zugekaufte Altvögel von Züchtern als eigene Nachzuchten ausgegeben werden, wenn sie auf Ausstellungen oder Wettbewerben teilnehmen.

Geschlossene Ringe waren früher aus Metall, heute sind sie auch aus Kunststoff erhältlich und tragen folgende Stanzung:


 

Dieses Beispiel zeigt das Jahr (2006), die laufende Nr. des beringten Vogels beim Züchter und die fünfstellige Mitgliedsnummer des Züchters bei der AZ.
Solche Ringe erhält man nur als Mitglied der AZ - natürlich mit gültiger Zuchtgenehmigung.

 

Weitere Infos zu Ringfarben und Jahreszahlen
findet ihr hier:

Zugeflogen - entflogen?